Ein Park mit industrieller Vergangenheit

Der Ziegeleipark in Kriftel ist ein gelungenes Beispiel für den Wandel von einem Industrieareal zu einem Ort der Erholung. Auf dem Gelände einer ehemaligen Tongrube, die ab 1905 die benachbarte Ziegelei versorgte, entstand eine grüne Parklandschaft, die Natur und Geschichte verbindet. Nach Einstellung des Ziegeleibetriebs Ende der 1960er Jahre wurde das Gelände saniert und in einen öffentlichen Park umgewandelt.

Spuren der Industriegeschichte

Gestalterische Elemente des Parks erinnern an seine industrielle Vergangenheit. Überdimensionale Ziegel und mit Ziegeln gefüllte Gabionenwände markieren den Eingangsbereich. Entlang der zentralen Wegachse, die über den historischen Schienen der Loren verläuft, erzählen Informationstafeln mit Fotografien von Ruth von Wangelin die Geschichte der früheren Ziegelproduktion.

Vom Ringofen zum Park

Die Ziegelei produzierte seit Anfang des 20. Jahrhunderts hochwertige Baustoffe und betrieb ab 1927 einen Ringofen mit 16 Kammern und einer Kapazität von bis zu 170.000 Rohlingen. Nach dem Boom der Nachkriegszeit führte der technische Wandel zu ihrem Niedergang. Erhalten blieb nur die Unterführung des Ziegeleiweges, die an die Zeit der Lorenbahnen erinnert.

Grüne Ruhezone für die Region

Heute führt ein Rundweg durch Rosen- und Staudenbeete, gesäumt von Hainbuchenhecken. Ein Pavillon auf einer Anhöhe bietet einen weiten Blick über den Vordertaunus. Der Ziegeleipark ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Radfahrer und steht als Symbol für erfolgreichen Strukturwandel und nachhaltige Flächennutzung im Regionalpark RheinMain.