Wasserwerk Hinkelstein im Frankfurter Stadtwald
Historischer Kuppelbau und moderner Trinkwasserstandort im GrünGürtel Frankfurt
Der Frankfurter Stadtwald ist ein bedeutender Wasserspeicher für die Region. Am Wasserwerk Hinkelstein wird seit Ende des 19. Jahrhunderts Grundwasser gefördert und zu Trinkwasser für Frankfurt am Main und den Flughafen aufbereitet. Unter dem historischen Kuppelbau arbeitet heute moderne Technik, die einen wichtigen Beitrag zur sicheren Wasserversorgung leistet.
Historisches Wasserwerk im Frankfurter Stadtwald
Industriearchitektur und Geschichte
Das Wasserwerk Hinkelstein wurde 1894 in Betrieb genommen und ist Teil eines Systems von Wasserwerken im Frankfurter Stadtwald. Von der ursprünglichen Anlage ist vor allem der denkmalgeschützte Kuppelbau erhalten geblieben, der als markantes Beispiel der Industriearchitektur aus der Zeit des späten Historismus gilt. Im Inneren führt eine Treppe hinab zu den begehbaren Brunnenstollen, die in rund 15 Metern Tiefe verlaufen und die Wassergewinnung ermöglichen.
Moderne Trinkwasserversorgung unter historischem Dach
Heute wird das Wasserwerk von der Hessenwasser GmbH & Co. KG betrieben. Aus mehreren Tiefbrunnen wird Grundwasser aus Schichten zwischen etwa 66 und 143 Metern Tiefe gefördert und zu Trinkwasser aufbereitet. Das Werk trägt dazu bei, einen Teil des Trinkwasserbedarfs der Stadt Frankfurt zu decken. Die Anlage selbst ist nicht frei zugänglich, kann aber von außen betrachtet werden. Gelegentlich werden Führungen angeboten, bei denen die technische Anlage und die Geschichte des Standorts näher erläutert werden.
Lage im GrünGürtel und Erreichbarkeit
Das Wasserwerk Hinkelstein liegt im Frankfurter GrünGürtel im Bereich des Unterwalds an der Alten Mainzer Schneise. Es ist über Waldwege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Von der Umgebung aus bieten sich Einblicke auf den Kuppelbau und die umgebende Waldlandschaft. Rastmöglichkeiten in der Nähe laden dazu ein, den Besuch mit einem Aufenthalt im Stadtwald zu verbinden.