Das Wasserschloss Seligenstadt
Barocke Wasserburg mit Teichanlagen vor den Toren der Stadt
Das Wasserschloss Seligenstadt, auch Wasserburg Seligenstadt genannt, liegt vor den Toren der Stadt in einem alten Mainarm und geht auf eine barocke Sommerresidenz der Äbte der Benediktinerabtei zurück. Inmitten ehemaliger Fischteiche und Gartenanlagen vermittelt die Anlage bis heute einen Eindruck von der repräsentativen Baukunst des frühen 18. Jahrhunderts.
Barockes Lustschloss in der Auenlandschaft
Geschichte der Wasserburg
Die Vorgängeranlage der heutigen Wasserburg ist bereits im Spätmittelalter belegt und wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Abt Franziskus II. Blöchinger ließ zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein neues Wasserschloss errichten, das 1708 eingeweiht wurde. Die Anlage diente den Äbten als Sommerresidenz und Jagdschloss und war von Lust- und Nutzgärten mit Fischteichen, Obstbäumen und Tiergarten umgeben.
Heutiges Erscheinungsbild und Umgebung
Von der einst ausgedehnten barocken Gesamtanlage sind heute neben der Wasserburg vor allem die beiden Teichanlagen und Teile des ehemaligen Ziergartens erhalten. In den 1960er-Jahren wurde das stark gefährdete Bauwerk privatisiert und schrittweise restauriert. Mit Unterstützung des Regionalparks wurde der nördliche Teich landschaftsplanerisch aufgewertet, Blickbeziehungen wurden wiederhergestellt und Aufenthaltsbereiche geschaffen. Eine Aussichtsplattform ermöglicht Besucherinnen und Besuchern heute einen eindrucksvollen Blick auf Schloss, Wasserflächen und die umgebende Auenlandschaft.
Besuch und Einbindung in die Region
Das Wasserschloss liegt im Stadtgebiet von Seligenstadt im Landkreis Offenbach und ist von der Innenstadt aus gut erreichbar. In der Nähe verlaufen beliebte Rad- und Spazierwege entlang des Mains, sodass sich ein Besuch des Schlosses gut mit einer Tour durch die historische Altstadt und zur Benediktinerabtei verbinden lässt. Informationen zu Führungen und weiteren Angeboten in Seligenstadt erhalten Gäste bei der Tourist-Information der Stadt.