Wasserkreuzung bei Trebur
Technisches Zeugnis der Riedentwässerung am Lachegraben
Die Wasserkreuzung bei Trebur ist ein technisches Zeugnis der jahrhundertelangen Entwässerung des hessischen Rieds. Hier kreuzen sich mehrere Gräben, Wehre und Schieberbauwerke und machen sichtbar, wie aufwendig die Kultivierung der ehemals nassen Landschaft war.
Entwässerung des Rieds und Bedeutung der Anlage
Historische Entwicklung der Grabenlandschaft
Die Entwässerungsgräben im Raum Trebur wurden angelegt, um die flache Ebene des Rieds überhaupt bewirtschaften zu können. Über lange Zeit fielen Ernten durch Staunässe und Überschwemmungen ins Wasser. Erst mit einem systematisch angelegten Grabennetz, das das Wasser gezielt ableitet, konnten Äcker und Wiesen dauerhaft genutzt werden.
Aufbau der Wasserkreuzung am Lachegraben
Am sogenannten Wasserkreuz des Lachegrabens kreuzt sich ein Grabensystem ähnlich einer Straßenkreuzung. Wehre, Seitengräben mit Schieberbauwerken, Brücken und Übergänge ermöglichen es, Wasserstände zu regulieren und Fließrichtungen zu steuern. Zusammen mit dem nahegelegenen Pumpwerk Wächterstadt dokumentiert die Anlage anschaulich die Technik der Riedentwässerung und ihre Bedeutung für Landwirtschaft und Hochwasserschutz.
Erlebnis in der offenen Kulturlandschaft
Die Umgebung der Wasserkreuzung ist geprägt von weiten Feldern, Gräben und Wegen, die sich gut zu Fuß oder mit dem Rad erkunden lassen. Besucherinnen und Besucher erleben hier eine typische Rheinauen- und Riedlandschaft, in der sich Natur- und Kulturlandschaft überlagern. Hinweise zum Verhalten in Schutzgebieten und zum Schutz von Flora und Fauna sollten beachtet werden, damit das Gebiet als Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhalten bleibt.