Vom Sainer zur Horlache, Rüsselsheim
Gestalteter Grünzug zwischen Rüsselsheim und Raunheim mit Kunstobjekt und Rastplatz
Eingebettet zwischen den Städten Rüsselsheim und Raunheim verbindet der Grünzug vom Sainer zur Horlache verdichtete Siedlungsräume mit einem überraschend naturnahen Landschaftsraum. Wo einst nur Restflächen zwischen Verkehrsachsen und Neubaugebieten lagen, entstand ein gestalteter Korridor, der Wege, Wiesen und Wasser zu einem erlebbaren Band zusammenführt.
Grünzug zwischen Stadt und Landschaft
Vom Waldfriedhof zum Horlachgraben
Auf rund 50 Metern Breite führt ein geschwungener Weg vom Waldfriedhof in Rüsselsheim bis an die Bahnlinie und bindet den vom Mainufer und Sainer kommenden Regionalparkweg an den Grünzug entlang der Horlache an. Das Gebiet ist Teil eines ehemaligen Senken- und Altmainbereichs, dessen topografischer Charakter durch Mulden, sanfte Wälle und offene Wiesen wieder sichtbar gemacht wurde. Neu gepflanzte Eschen und verwildernde Blumenzwiebeln sorgen im Jahresverlauf für wechselnde Eindrücke und machen den Übergang von Stadt zu Landschaft besonders anschaulich.
Kunstobjekt und Rastplatz als Mittelpunkt
In der Mitte des Grünzugs öffnet sich ein Kreuzungspunkt zu einem kleinen Rastplatz. Hier steht ein Kunstobjekt des Rüsselsheimer Künstlers Uwe Wenzel, das mit Stelen, Bodenmarkierungen und gebogenen Elementen spielt. Aus dem richtigen Blickwinkel fügen sich Stangen und Linien zu einem Quadrat und einem Kreis zusammen und laden dazu ein, Perspektive und Raum bewusst wahrzunehmen. Der Platz bietet sich als kurzer Stopp auf Spaziergängen oder Radtouren an und macht den Grünzug zu einem markanten Orientierungspunkt im Regionalpark RheinMain.
Erholungskorridor im Rhein-Main-Gebiet
Der Bereich vom Sainer zur Horlache ist Teil eines größeren Netzes von Wegen und Grünflächen, das sich vom Mainufer über den Hainbuchentunnel bis zu den Wald- und Wasserlandschaften rund um den Horlachgraben erstreckt. Spaziergängerinnen, Jogger und Radfahrende finden hier einen gut erreichbaren Erholungsraum am Rand der Stadt, der gleichzeitig wichtige Freiflächen zwischen den Kommunen sichert. Die Gestaltung zeigt exemplarisch, wie aus schmalen Restflächen ein eigenständiger Landschaftsraum mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen kann.