Weite Waldwiesenlandschaft im Frankfurter GrünGürtel

Die Schwanheimer Wiesen im Südwesten Frankfurts sind eine weitläufige Waldwiesenlandschaft im GrünGürtel und gelten als größte Wiese der Stadt. Eingebettet in den Schwanheimer Wald eröffnen sie weite Blicke, bieten Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten und sind ein wichtiges Naherholungsgebiet für Spaziergängerinnen und Spaziergänger.

Waldwiese mit Geschichte

Vom Urmain zur Waldwiese

Vor rund 10.000 Jahren floss an der Stelle der heutigen Schwanheimer Wiesen der Urmain und lagerte fruchtbaren Auelehm ab. Auf diesem Boden entwickelte sich der Schwanheimer Wald, dessen mächtige Eichen die nahe Stadt optisch verschwinden lassen. Durch Rodungen und Verpachtungen ab dem späten Mittelalter entstanden nach und nach die Wiesenflächen, die vor allem als Weiden und Wiesen für die Landwirtschaft genutzt wurden.

Einzigartige Landschaft im Frankfurter GrünGürtel

Die Schwanheimer Wiesen bilden heute eine bis zu zwei Kilometer lange, von Wald gerahmte Wiesenlandschaft im Frankfurter GrünGürtel. Mehrere Wege führen durch und um das Gebiet, darunter der GrünGürtel-Rundwanderweg, der GrünGürtel-Radrundweg sowie der Waldrundweg Schwanheimer Wald. Informationstafeln erläutern Geologie, Vegetation und Geschichte, unter anderem die Entwicklung der extensiv genutzten Glatthaferwiesen und die Bedeutung der Schafbeweidung für den Erhalt der artenreichen Flora.

Lebensraum für seltene Arten und Ort der Erholung

Teile der Schwanheimer Wiesen sind als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet ausgewiesen und beherbergen zahlreiche seltene und geschützte Pflanzenarten. Lila Flockenblumen, Glockenblumen, Heidenelken und andere Blütenpflanzen prägen im Frühjahr und Frühsommer das Bild. Die offene Landschaft bietet zudem Lebensraum für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Für Besuchende sind die Wiesen ein ruhiger Ort zum Spazierengehen, Naturbeobachten und Innehalten, mit Ausblicken auf den Frankfurter Stadtwald, die Skyline und den Industriepark Höchst.