Naturschutzgebiet mit Bohlenweg, Silbergrasfluren und sandigen Wegen im Westen von Frankfurt-Schwanheim

Die Schwanheimer Dünen im Westen des Frankfurter Stadtteils Schwanheim sind ein außergewöhnliches Naturschutzgebiet im GrünGürtel der Stadt. Die seltene Binnendüne mit ihren lichten Kiefern, offenen Sandflächen und einem Bohlenweg bietet einen eindrucksvollen Einblick in eine Landschaft, die in Mitteleuropa nur noch an wenigen Orten zu finden ist.

Naturschutzgebiet mit seltener Binnendüne

Entstehung und Landschaftsbild

Die Schwanheimer Düne entstand vor rund 10.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit, als Winde feine Sande aus dem Flussbett des Mains ausbliesen und zu einer Binnendüne aufwehten. Auf dem kargen, nährstoffarmen Quarzsand entwickelte sich eine spezielle Vegetation mit Silbergras, Flechten und trockenheitsliebenden Kräutern. Zwischen offenen Sandflächen und lichten Kiefern- und Birkenbeständen entsteht so ein Wechselspiel aus Wald, Heiden und offenen Dünenbereichen, das besonders im Frühjahr und Sommer eindrucksvoll zu erleben ist.

Wegeführung und Besuchererlebnis

Das Gebiet ist durch einen Holzbohlenweg erschlossen, der Besucherinnen und Besucher schonend durch die empfindliche Landschaft leitet. Von hier aus lassen sich die typischen Pflanzen der Binnendüne und mit etwas Glück auch Eidechsen und andere wärmeliebende Tiere beobachten. Informationstafeln erläutern die Besonderheiten des Naturschutzgebiets und geben Hinweise zum richtigen Verhalten im Gelände. Abseits des Bohlenwegs führen weitere, teils sandige Wege durch das umliegende Schwanheimer Unterfeld und binden die Düne in ein größeres Netz von Spazier- und Wanderwegen ein.

Schutzbestimmungen und Hinweise für den Aufenthalt

Die Schwanheimer Düne ist Naturschutzgebiet, Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Teil eines Landschaftsschutzgebiets. Um die empfindlichen Lebensräume zu erhalten, ist es wichtig, auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben, Pflanzen nicht zu pflücken und Hunde an der Leine zu führen. Fahrräder sollten im Bereich der Düne geschoben werden. Offenes Feuer, Grillen und das Starten von Drohnen oder anderen motorisierten Flugobjekten sind nicht gestattet. Das Gebiet ist ganzjährig frei zugänglich und eignet sich besonders für ruhige Naturbeobachtungen und kurze Ausflüge in die Stadtnatur.