Naturdenkmal und Infopfad im Schwanheimer Wald

Die Schwanheimer Alteichen im Frankfurter GrünGürtel gehören zu den eindrucksvollsten Baumdenkmälern der Region. Die jahrhundertealten Stieleichen stehen am Rand des Schwanheimer Waldes und bilden einen lichten Eichenhain, der Natur- und Kulturgeschichte auf besondere Weise verbindet.

Jahrhundertealte Hute-Eichen im Schwanheimer Wald

Geschichte eines Hutewaldes

Die Schwanheimer Alteichen gehen auf die frühere Hutewirtschaft zurück, bei der Schweine, Schafe und anderes Vieh zur Mast in den Wald getrieben wurden. Über viele Generationen hinweg fraßen die Tiere junge Triebe und verdichteten den Boden, sodass ein offener Eichenhain mit wenigen, dafür besonders mächtigen Bäumen entstand. Viele der Stieleichen sind bis zu rund 500 Jahre alt und als Naturdenkmal ausgewiesen.

Naturerlebnis im Frankfurter GrünGürtel

Der Alteichen-Pfad führt mitten durch die Gruppe der alten Eichen und informiert auf Infostelen über Flora, Fauna und die Geschichte des Ortes. Die knorrigen Stämme bieten Lebensraum für zahlreiche Insektenarten, darunter seltene Käfer wie den Eichen-Heldbock, sowie für Spechte, Fledermäuse und andere Höhlenbewohner. Entlang des Weges eröffnen sich immer wieder Blicke auf die charakteristischen Kronen der Bäume und in den umliegenden Schwanheimer Wald.

Kunst und Landschaft im Vergleich

Die Schwanheimer Alteichen inspirierten schon im 19. Jahrhundert Künstler der Kronberger Malerkolonie. Am Pfad steht heute eine große Reproduktion eines Gemäldes von Fritz Wucherer, die den direkten Vergleich von Kunstwerk und Landschaft ermöglicht. So lässt sich bei einem Spaziergang nachvollziehen, wie sich der Wald im Laufe der Zeit verändert hat und welche Motive die Maler besonders fasziniert haben.