Historische Schlossanlage der Grafen zu Isenburg zwischen Götzenhain und Offenthal

Schloss Philippseich liegt zwischen den Dreieicher Stadtteilen Götzenhain und Offenthal im Landkreis Offenbach. Die historische Schlossanlage geht auf ein Jagdschloss des 17. Jahrhunderts zurück und ist heute von einem weitläufigen Park mit altem Baumbestand umgeben.

Geschichte von Schloss Philippseich

Vom Jagdschloss zur Residenz

1666 ließ Graf Johann Ludwig von Isenburg auf dem Gelände eines herrschaftlichen Tiergartens ein hölzernes Jagdschloss errichten. Unter seinem Sohn Johann Philipp entstanden im frühen 18. Jahrhundert weitere Gebäude, darunter eine Orangerie und die Schlosskirche. Im späten 18. Jahrhundert wurde das heutige Schloss in seiner weitgehend erhaltenen Form erbaut und diente einer Seitenlinie der Grafschaft Isenburg als Residenz.

Schloss, Park und Schlosskirche heute

Das Schloss befindet sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Im Inneren sind Wohnungen untergebracht, auf dem Areal ist zudem eine Reitschule ansässig. Der umgebende Park mit Wiesen und altem Baumbestand bildet eine ruhige Kulturlandschaft zwischen Götzenhain und Offenthal. Die benachbarte evangelische Schlosskirche Philippseich wird vor allem in den Sommermonaten für Gottesdienste und Andachten genutzt und ist Teil der evangelischen Burgkirchengemeinde Dreieichenhain.

Besuch und Umgebung

Besucherinnen und Besucher können Schloss Philippseich von den Wegen im Umfeld aus betrachten und einen Spaziergang durch die Felder und Wälder der Umgebung mit einem Abstecher zur Schlosskirche verbinden. Da es sich um Privatgelände handelt, ist Rücksicht auf Bewohner, Reitbetrieb und kirchliche Veranstaltungen geboten. Die Anlage ist ein Beispiel für die historische Residenzkultur im Rhein-Main-Gebiet und ein markanter Orientierungspunkt in der Landschaft südlich von Frankfurt.