Römische Grenzanlage am archäologisch-naturkundlichen Lehrpfad bei Rommelshausen

Die rekonstruierte Limespalisade in Limeshain macht die ehemalige Grenze des Römischen Reiches im Wald bei Rommelshausen anschaulich erlebbar. Auf einem kurzen Rundweg entdecken Besucher einen nachgebildeten Abschnitt des Limes mit Wall, Graben und Holzpalisade und erhalten Einblicke in die Geschichte der römischen Grenzsicherung.

Römische Grenzanlage im Wetterauer Wald

Originalgetreue Rekonstruktion der Limesgrenze

Die Limespalisade wurde auf einer Länge von rund 25 Metern nach archäologischen Erkenntnissen rekonstruiert. Wall, Graben und Holzpfosten verdeutlichen den Verlauf der antiken Grenzanlage, die hier den Obergermanisch-Raetischen Limes markierte. Informationstafeln erläutern die Funktion des Limes als militärische Sperr- und Kontrolllinie sowie den historischen Kontext der römischen Provinzen und des freien Germanien.

Station am archäologisch-naturkundlichen Lehrpfad

Die Palisade ist Teil eines archäologisch-naturkundlichen Lehrpfades im Wald südlich von Limeshain-Rommelshausen. Der Rundweg beginnt am Sportplatz in der Ostheimer Straße und führt auf befestigten Wegen zu weiteren Stationen wie einem rekonstruierten Limeswachtturm und Kunstobjekten zum Thema Römer und Germanen. Entlang des Weges informieren Tafeln über Archäologie, Landschaft und Tierwelt und machen den Besuch auch für Familien interessant.

Welterbe Limes vor Ort erleben

Die Anlage gehört zum Umfeld des UNESCO-Welterbes „Grenzen des Römischen Reiches“. Der Abschnitt bei Limeshain zeigt, wie der Limes einst das römische Reich von den germanischen Stammesgebieten trennte. In Verbindung mit dem nahe gelegenen Wachtturm und weiteren Rekonstruktionen entsteht ein anschauliches Bild des Lebens an der Grenze vor rund 2000 Jahren.