Ein historischer Ort zum Verweilen

Das Nikolaus-Brünnchen in Eltville am Rhein ist ein historischer Wasseraustritt am Rheinufer, der heute als schmales Rinnsal in den Fluss mündet. Der neu gestaltete Platz an der Nikolausquelle bietet eine hohe Aufenthaltsqualität und verbindet Geschichte, Rheinlandschaft und moderne Freiraumgestaltung.

Vom Treffpunkt der Jugend zum gestalteten Platz

Die Nikolausquelle liegt an der Ufermauer in Eltville in Richtung Erbach, am Ende einer schattigen Allee mit markanten Platanen. Früher war das „Nikeloosbrünnche“ ein beliebter Treffpunkt der Eltviller Jugend, die sich im Sommer auf den umliegenden Wiesen traf, als das Schwimmen im Rhein noch erlaubt war. Der Ort erinnert an diese Zeit und macht die lange Nutzungsgeschichte des Rheinufers erlebbar.

Neugestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität

Im Rahmen eines Regionalparkprojekts wurde der Bereich um die Nikolausquelle 2017 grundlegend neu gestaltet. Die Freiflächen rund um die bestehenden Bäume wurden geordnet, der Quellbereich bautechnisch überarbeitet und das Auslaufrohr erneuert. Eine Sandsteinplatte markiert heute die Quelle. Eine Drehliege, zusätzliche Sitzgelegenheiten und ein Liegedeck am Baum laden zum Verweilen ein und bieten Ausblicke auf den Rhein.

Spiel- und Erlebnisraum für Familien

Für Kinder wurde eine kleine Spielfläche mit einem großen Fisch und einem Laufseil angelegt. Damit ist die Nikolausquelle nicht nur ein historischer Ort, sondern auch ein familienfreundlicher Erlebnispunkt entlang des Rheinufers. Die Gestaltung fügt sich in die Uferpromenade ein und ergänzt weitere Aufenthaltsbereiche im Rheingau.

Zur Geschichte der Quelle und des Namens

Der Platz ist nach dem früheren Stadtpatron, dem heiligen Nikolaus, benannt. Nikolaus galt als Schutzpatron der Kinder, Reisenden, Fischer, Schiffer, Binnenschiffer und Küfer, die im Umfeld von Sebastiansturm, Leergasse und Breitenstein lebten und arbeiteten. In der Nähe des ehemaligen St.-Niklas-Tores (Kappeltor) wässerten Küfer ihre Fässer im Mühlbach, und die Quelle markiert bis heute diesen historischen Ort des Handwerks und der Schifffahrt.