Naturschutzgebiet Kammereckwiesen
Artenreiche Magerwiesen zwischen Langen und Egelsbach
Im Naturschutzgebiet Kammereckwiesen zwischen Langen und Egelsbach erleben Besucher eine selten gewordene Kulturlandschaft aus artenreichen Magerwiesen, Gräben und Röhrichten. Das Gebiet steht seit 1982 unter Schutz und bietet auf vergleichsweise kleiner Fläche Lebensraum für zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten.
Lebensraum für bedrohte Arten
Artenreiche Wiesenlandschaft
Die Kammereckwiesen sind durch nährstoffarme Magerwiesen geprägt, in denen unter anderem Pracht- und Heidenelke wachsen. Diese Pflanzenarten sind in ihrem Bestand bedroht und profitieren von der extensiven Nutzung und dem Schutzstatus des Gebietes. Dominierendes Gras ist der im Juni blühende Glatthafer, der sich auf mageren Standorten gut behaupten kann und die typische Wiesenstruktur prägt.
Vielfältige Tierwelt in Gräben und Röhrichten
Zwischen den Wiesen verlaufen Gräben mit Röhrichtbeständen, die zahlreichen Amphibien, Reptilien, Spinnen und Insekten einen geeigneten Lebensraum bieten. Auch Vogelarten wie Braunkehlchen und Grauammer finden hier Nahrung und Brutplätze. Viele dieser Tierarten sind durch die Intensivierung der Landnutzung in ihrem Gesamtbestand stark gefährdet, sodass das Naturschutzgebiet eine wichtige Rückzugsfläche darstellt.
Schonender Besuch der sensiblen Landschaft
Das Gebiet kann auf bestehenden Wegen erlebt werden, wobei Besucher Rücksicht auf die empfindliche Flora und Fauna nehmen sollten. Abseits der Wege zu laufen, Pflanzen zu pflücken oder Tiere zu stören, ist zu vermeiden. So bleibt die besondere Wiesenlandschaft mit ihren seltenen Arten auch für zukünftige Generationen erhalten.