Natura 2000 – Leben am Fluss
Seltene Auenlebensräume entlang der Nidda in der Wetterau
Großräumige, naturnahe Auenbereiche entlang der Nidda prägen das Schutzgebiet „Natura 2000 – Leben am Fluss“. Feuchtwiesen, Röhrichte, Stillgewässer und strukturreiche Ufer bieten hier zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen selten gewordenen Lebensraum.
Lebensräume in der Wetterau
Vielfältige Auenlandschaft
Die Wetterau besitzt eine herausragende Bedeutung für Wiesenvögel. In den extensiv genutzten Grünlandbereichen finden Arten wie Großer Brachvogel, Kiebitz, Bekassine und Wachtelkönig geeignete Brut- und Nahrungsflächen. Ergänzt werden diese Lebensräume durch Röhrichte, Nassbrachen und naturnahe Gewässer, die die Dynamik der Nidda widerspiegeln.
Vogelschutz- und FFH-Gebiet
Mehrere Naturschutzgebiete der Auen bilden gemeinsam das rund 1.375 Hektar große europäische Schutzgebiet „Grünlandgebiete in der Wetterau“. Dieses ist wiederum Teil des etwa 10.960 Hektar umfassenden Europäischen Vogelschutzgebietes „Wetterau“. Die Kombination aus Feuchtwiesen, Stillgewässern und Auenwaldstrukturen macht das Gebiet zu einem wichtigen Rückzugsraum für seltene Arten.
Lebensraum für seltene Tierarten
Neben den Wiesenvögeln profitieren auch Wiesenweihe, Rohrweihe, Eisvogel, Weißstorch, Blaukehlchen, Flussregenpfeifer und Uferschwalbe von den vielfältigen Strukturen. An den Auengewässern findet der stark gefährdete Laubfrosch geeignete Laichplätze. Auch der Biber hat an der Nidda wieder Fuß gefasst, mehrere Familien wurden in den Auenbereichen beobachtet.