Windhalme im Hafenpark machen Frischluft und Stadtklima sichtbar

Die Station „Flusswind“ der Klimaroute liegt im Frankfurter Hafenpark am nördlichen Mainufer. Hier treffen Flusswind, Verdunstungskühle des Wassers und die Kaltluft des Parks aufeinander und sorgen dafür, dass es spürbar frischer ist als in den dicht bebauten Quartieren der Innenstadt. Die Installation aus hohen, biegsamen Windhalmen macht die Luftbewegungen sichtbar und lädt dazu ein, die Bedeutung von Frischluftschneisen für das Stadtklima zu entdecken.

Frischluftschneise am Mainufer

Wie der Hafenpark das Stadtklima beeinflusst

Die grünen Freiflächen des Frankfurter GrünGürtels und des Mainufers sind wichtige Entstehungsgebiete für Kaltluft. Im Hafenpark strömt kühlere Luft vom Fluss und aus den angrenzenden Grünflächen in Richtung Innenstadt. Die Luftschneise entlang des Mains hilft, aufgeheizte Stadtluft abzuführen und trägt dazu bei, sommerliche Hitzebelastungen zu mindern.

Windhalme als sichtbare Klimazeiger

Die knapp acht Meter hohen Windhalme reagieren sensibel auf jede Veränderung der Windrichtung und Windstärke. Ihre Bewegung zeigt, aus welchen Richtungen der Wind heranweht und wie intensiv der Luftaustausch an diesem Abschnitt des Mainufers ist. Besucherinnen und Besucher können beobachten, wie die Installation fast ständig in Bewegung ist und so die Dynamik des Stadtklimas erlebbar macht.

Partnerfluss Okavango in Botsuana

Jede Station der Klimaroute ist mit einem Partnerfluss in der Welt verknüpft. „Flusswind“ bezieht sich auf den Okavango, der vom tropischen Angola in die Halbwüste Kalahari in Botsuana fließt. Dort bildet er eines der größten Binnendeltas der Erde und verwandelt die Landschaft für einige Monate im Jahr in ein fruchtbares Feuchtgebiet. Durch die Verdunstung großer Wassermengen entstehen deutliche Kühleffekte, die zeigen, wie stark Wasserhaushalt und Klima miteinander verbunden sind.