Flussfluten – Klimaroute
Grünanlage am Mainufer mit Kunstobjekten und Einblicken in Hochwasser und Klimawandel
An einem ehemaligen Nadelwehr des Mains in Frankfurt am Main ist mit der Station „Flussfluten“ ein besonderer Erlebnispunkt der Regionalpark Klimaroute entstanden. Die öffentliche Grünanlage am Mainufer verbindet Naturbeobachtung, künstlerische Gestaltung und Informationen zu den Folgen des Klimawandels auf Flüsse und Hochwasserereignisse.
Hochwasser, Klimawandel und Mainufer im Wandel
Überschwemmungen als natürliches Ereignis
Regelmäßig überschwemmen Hochwässer im Frühling oder Herbst an dieser Stelle das Mainufer. Die Anlage macht sichtbar, wie der Fluss seinen Raum zeitweise zurückerobert und welche Bedeutung Überflutungsflächen für den Hochwasserschutz haben. Besucherinnen und Besucher können die Veränderungen des Wasserstands direkt am Ufer erleben und die Dynamik des Flusses aus nächster Nähe beobachten.
Holzskulpturen und Partnerfluss Markarfljót
Aus Treibholz geschaffene Skulpturen verweisen auf Wetterextreme wie Starkregen, rasche Schneeschmelzen und starke Temperaturschwankungen. Am Beispiel großer Flüsse, die von Gletschern gespeist werden, wird deutlich, wie sich Hochwasserereignisse durch den Klimawandel verändern können. Partnerfluss der Station ist der isländische Markarfljót, ein Gletscherfluss, dessen Abflussmenge bei Vulkanausbrüchen unter dem Eisfeld stark ansteigen kann. Die Station lädt dazu ein, Parallelen zwischen fernen Flusssystemen und den Entwicklungen am Main zu ziehen.
Erholung, Umweltbildung und Klimaroute
Die Grünanlage bietet Sitzgelegenheiten und Blickbeziehungen zum Main und zur Stadt. Informationstafeln erläutern die Themen Hochwasser, Klimawandel und Flussökologie in allgemein verständlicher Form. „Flussfluten“ ist Teil der Regionalpark Klimaroute, die entlang des Mains mehrere Stationen mit unterschiedlichen Klimathemen verbindet. So wird der Aufenthalt am Fluss mit Umweltbildung im Freien kombiniert und macht die Auswirkungen des Klimawandels im Alltag erfahrbar.