Flora Fauna – Der Schwarze Apollo
Informationsmast zum seltenen Schmetterling an der Station Flora Fauna der Klimaroute
Der Schwarze Apollo ist ein seltener Schmetterling, der in Hessen nur noch an wenigen Standorten vorkommt. Sein Beispiel zeigt wie empfindlich das Zusammenspiel von Lebensraum, Nahrungspflanzen und Klima ist.
Lebensraum zwischen Waldsaum und Wiese
Anspruchsvolle Lebensbedingungen
Der Schwarze Apollo benötigt feucht-schattige Bereiche am Waldrand, in deren Nähe blütenreiche Wiesen liegen. In den schattigen Bereichen wächst der Lerchensporn, von dem sich die Raupen ausschließlich ernähren. Die erwachsenen Schmetterlinge sind dagegen auf ein reiches Angebot an Blüten angewiesen, um Nektar zu trinken und genügend Energie für ihre Entwicklung und Fortpflanzung zu sammeln.
Veränderte Landschaften
Viele dieser besonderen Standorte sind in den vergangenen Jahrzehnten verschwunden. Lichtungen wurden aufgeforstet, Wiesen zu früh oder zu häufig gemäht und Laubwälder in Nadelwälder umgewandelt. Dadurch gingen sowohl die Bestände des Lerchensporns als auch die blütenreichen Wiesen zurück. Für den Schwarzen Apollo bedeutet dies, dass geeignete Lebensräume immer seltener werden und die verbliebenen Vorkommen stark unter Druck stehen.
Klimakrise als zusätzliche Belastung
Die Klimakrise verschärft die Situation weiter. In Gebirgsregionen kann der Schwarze Apollo in höhere Lagen ausweichen, wenn es zu warm wird. In Hessen ist diese Möglichkeit jedoch begrenzt, da es keine höheren Regionen gibt, in die die Art ausweichen könnte. Steigende Temperaturen und trockenere Sommer verändern die Vegetation und können dazu führen, dass sowohl Lerchensporn als auch Blütenpflanzen an geeigneten Standorten zurückgehen.
Bedeutung für den Naturschutz
Der Schwarze Apollo steht exemplarisch für viele Arten, deren Lebensräume durch Landschaftsveränderungen und Klimawandel bedroht sind. Maßnahmen wie angepasste Mahdzeitpunkte, der Erhalt von Waldsäumen und Lichtungen sowie die Förderung heimischer Blütenpflanzen können helfen, seine Lebensräume zu stabilisieren. Wer an der Klimaroute unterwegs ist, erhält hier einen Einblick in die komplexen Zusammenhänge zwischen Klima, Landnutzung und Artenvielfalt und erfährt, warum der Schutz solcher Spezialisten für ein stabiles Ökosystem wichtig ist.
Zugehörige Erlebnispunkte
Flora Fauna – Eine Station der Klimaroute
Die Station „Flora Fauna“ an der Regionalpark Klimaroute zeigt, wie der Klimawandel Tiere und Pflanzen entlang des Mains beeinflusst und ökologische Beziehungen verändert.
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Informationsmast an der Klimaroute Flora Fauna zur Asiatischen Hornisse als invasiver Art und möglichem Profiteur des Klimawandels im Rhein-Main-Gebiet.