Flora Fauna – Der Kuckuck
Wie der Klimawandel den Kuckuck aus dem Takt bringt
Nicht erst seit dem Kinderlied ist der Kuckuck wohl einer unserer bekanntesten Vögel in Deutschland, seine Lebensweise ist eng mit den Brutzeiten anderer Singvögel verknüpft ist.
Der Kuckuck in der Klimakrise
Brutzeiten geraten aus dem Takt
Die Klimakrise führt dazu, dass viele heimische Vogelarten früher mit der Brut beginnen. Arten wie Teichrohrsänger, Wiesenpieper oder Grasmücken haben oft schon Eier oder Junge im Nest, wenn die aus Afrika zurückkehrenden Kuckucke erst später eintreffen. Der klassische Kuckuckstrick – ein Ei ins fremde Nest zu legen und ein Ei der Wirtsvögel zu entfernen – funktioniert dann immer seltener. Und fehlen passende Nester mit Eiern, bleibt der Nachwuchs des Kuckucks aus.
Veränderte Lebensräume und Nahrungsangebote
Neben den verschobenen Brutzeiten verändert der Klimawandel auch Lebensräume und Nahrungsgrundlagen. In einer industrialisierten Agrarlandschaft mit intensiver Nutzung, weniger Hecken und strukturarmen Flächen findet der Kuckuck vielerorts nicht mehr genügend Insekten und geeignete Brutgebiete. Die Bestände gehen seit Jahren zurück – damit bleibt auch sein bekannter Ruf im Frühjahr aus. Die Station an der Klimaroute macht diese Entwicklungen sichtbar und regt dazu an, über den Schutz von Lebensräumen und mehr Vielfalt in der Landschaft nachzudenken.
Die Station „Fauna Flora“ lädt dazu ein, den Kuckuck als Symbolart für die Folgen der Klimakrise zu betrachten und die Veränderungen in der eigenen Umgebung bewusster wahrzunehmen.
Zugehörige Erlebnispunkte
Flora Fauna – Asiatische Hornisse
Informationsmast an der Klimaroute Flora Fauna zur Asiatischen Hornisse als invasiver Art und möglichem Profiteur des Klimawandels im Rhein-Main-Gebiet.
Flora Fauna – Eine Station der Klimaroute
Die Station „Flora Fauna“ an der Regionalpark Klimaroute zeigt, wie der Klimawandel Tiere und Pflanzen entlang des Mains beeinflusst und ökologische Beziehungen verändert.