Flora Fauna – Kanadische Goldrute
Invasive Gewinnerin im Klimawandel an der Regionalpark Klimaroute
Die Station „Flora Fauna – Kanadische Goldrute“ an der Regionalpark Klimaroute macht sichtbar, wie stark sich einzelne Pflanzenarten an den Klimawandel anpassen können. Entlang des Mainufers zwischen Kelsterbach und Nauheim zeigt sie exemplarisch, wie eine eingeführte Zierpflanze zur dominanten Art in unserer Kulturlandschaft werden kann.
Kanadische Goldrute als Gewinnerin im Klimawandel
Herkunft und Ausbreitung
Die Kanadische Goldrute stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Europa als Zierpflanze eingeführt. Dank ihrer Robustheit kommt sie mit längeren Trockenperioden und Hitze besser zurecht als viele heimische Stauden. Eine einzelne Pflanze bildet sehr viele, mit feinen Härchen ausgestattete Samen, die vom Wind über größere Distanzen verteilt werden. Treffen sie auf offene Bodenstellen, keimen sie auch bei höheren Temperaturen zuverlässig aus.
Dichte Bestände und Konkurrenz für andere Arten
Neben der starken Samenbildung treibt die Kanadische Goldrute auch über ihr Wurzelsystem immer neue Sprosse aus. So entstehen rasch dichte Bestände, in denen andere Pflanzen kaum noch Licht und Raum zum Wachsen finden. Zusätzlich sondert die Art bestimmte chemische Stoffe ab, die das Wachstum konkurrierender Pflanzen hemmen. Auf diese Weise kann sie heimische Arten verdrängen und die Artenvielfalt auf betroffenen Flächen verringern.
Klimawandel und zukünftige Entwicklung
Die Kanadische Goldrute ist heute bereits in vielen Regionen Deutschlands verbreitet und gilt als Gewinnerin der Klimaveränderungen. Steigende Durchschnittstemperaturen und häufiger auftretende Trockenphasen begünstigen ihre weitere Ausbreitung. Die Station an der Klimaroute lädt dazu ein, die Pflanze bewusst wahrzunehmen und darüber nachzudenken, wie sich veränderte Umweltbedingungen auf das Zusammenspiel von heimischen und eingeführten Arten auswirken.