Große Moosjungfer an der Klimaroute Flora Fauna
Erlebnispunkt zu einer vom Aussterben bedrohten Libellenart
Die Große Moosjungfer ist eine seltene Libellenart, deren Lebensraum stark vom Klimawandel beeinflusst wird. Entlang der Klimaroute Flora Fauna lädt dieser Erlebnispunkt dazu ein, mehr über die ökologischen Ansprüche der Art und die Bedeutung intakter Gewässerlandschaften zu erfahren.
Lebensraum der Großen Moosjungfer
Gewässer mit reicher Ufer- und Wasservegetation
Die Große Moosjungfer lebt an Teichen, Weihern und Moorgewässern mit vielen Ufer- und Wasserpflanzen. Zwischen den Pflanzen verstecken sich die Larven, jagen nach Kleintieren im Wasser und nutzen ihre speziellen Mundwerkzeuge, um Beutetiere zu fangen. Sonnige, windgeschützte Gewässer mit nährstoffarmem Wasser sind für die Entwicklung der Art besonders wichtig.
Vom Larvenstadium zur ausgewachsenen Libelle
Die Larven verbringen in der Regel rund zwei Jahre im Wasser, bevor sie an Pflanzenstängeln aus dem Gewässer klettern und sich zur erwachsenen Libelle häuten. Ausgewachsene Tiere leben nur wenige Wochen, in denen sie Mücken und Fliegen jagen, sich paaren und ihre Eier auf der Wasseroberfläche ablegen. Aus diesen Eiern schlüpfen erneut Larven, die den Lebenszyklus fortsetzen.
Bedrohung durch Klimawandel und Lebensraumverlust
Kleine, fischfreie Gewässer in Wald- und Moorlandschaften sind selten geworden. Hinzu kommt der Klimawandel, durch den Teiche und Moore zeitweise austrocknen können. In Hessen gilt die Große Moosjungfer als vom Aussterben bedroht und ist europaweit streng geschützt. Der Erhalt bestehender Gewässer und die Anlage neuer geeigneter Lebensräume sind wichtige Maßnahmen, um die Art langfristig zu sichern.