Flora Fauna – Büffelzikade
Klimawandel und eine eingewanderte Zikadenart in der Kulturlandschaft
Die Station „Flora Fauna – Büffelzikade“ der Klimaroute macht anschaulich, wie sich der Klimawandel auf Tierarten in Hessen auswirkt. An diesem Mast erfahren Besucherinnen und Besucher, warum sich die aus Nordamerika stammende Büffelzikade inzwischen dauerhaft in unserer Kulturlandschaft etabliert hat.
Büffelzikade und Klimawandel
Einwanderin aus Nordamerika
Die Büffelzikade wurde vor über hundert Jahren mit veredelten Obstgehölzen aus den USA nach Europa eingeschleppt. Die Insekten legen ihre Eier in das Holz von Bäumen und Sträuchern, indem sie die Rinde aufschlitzen und mehrere Eier in die Pflanzenteile einbringen. Aus den Eiern schlüpfen im Frühjahr die Larven, wenn die Winter nicht zu streng sind.
Profiteur milder Winter
Milde Winter, wie sie im Zuge des Klimawandels häufiger auftreten, begünstigen das Überleben der Eier und Larven. Die jungen Zikaden wechseln nach dem Schlupf auf krautige Pflanzen in der Umgebung, während die erwachsenen Tiere später an Gehölzen wie Hartriegel, Ulme, Pappel, Weißdorn und verschiedenen Rosengewächsen saugen. In Obst- und Weinbauanlagen können sie Schäden verursachen, wenn sie an Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen oder an Weinreben auftreten.
Teil komplexer Ökosysteme
Trotz möglicher Schäden ist die Büffelzikade Teil komplexer Nahrungsnetze. In manchen Larven entwickeln sich Schlupfwespen, die die Zikadenlarven von innen her auffressen und so zu ihrer natürlichen Regulierung beitragen. Die Station der Klimaroute lädt dazu ein, diese Wechselwirkungen in der Kulturlandschaft zu entdecken und darüber nachzudenken, wie sich veränderte Klimabedingungen auf Flora und Fauna auswirken.