Flora Fauna – Bienenfresser
Infopunkt der Klimaroute Flora Fauna zum farbenprächtigen Zugvogel im Rhein-Main-Gebiet
Jetzt Stammgast im Sommer: Der Bienenfresser hat sich in den letzten Jahren als farbenprächtiger Sommergast in Deutschland etabliert. Entlang der Klimaroute Flora Fauna macht dieser Vogel deutlich, wie stark sich Lebensräume und Wanderbewegungen durch den Klimawandel bereits verändert haben.
Ein Zugvogel profitiert vom Klimawandel
Vom Mittelmeer in den Rhein-Main-Raum
Früher endete die alljährliche Wanderung der Bienenfresser aus ihren Winterquartieren in Afrika meist am Mittelmeer. Inzwischen finden viele Tiere auch in Deutschland geeignete Brutreviere für die Sommersaison. Trocken-warme Landschaften mit offenen Flächen und strukturreichen Böschungen bieten ihnen Nahrung und sichere Brutplätze.
Jagd auf Insekten in der Luft
Bienenfresser treffen in der Regel im Mai ein. Dann ist das Nahrungsangebot besonders groß: Bienen, Wespen, Hornissen, Hummeln, Käfer, Libellen, Bremsen, Schwebfliegen oder Schmetterlinge werden im Flug mit dem langen, spitzen Schnabel erbeutet. Zum Fressen suchen die Vögel einen Ansitz auf, schlagen die Beute gegen den Untergrund und streifen bei wehrhaften Insekten vor der Mahlzeit das Gift aus den Drüsen am Stachel ab.
Brutplätze in Steilufern und Kiesgruben
Typische Brutplätze der Art sind Steilufer oder Abbruchkanten, etwa in Kiesgruben. In die steilen Wände graben Bienenfresser Röhren, in denen sie ihre Eier ausbrüten und die Jungvögel großziehen. Bereits im August brechen sie wieder in ihre afrikanischen Überwinterungsgebiete auf. Der Standort an der Klimaroute Flora Fauna macht diese besondere Anpassungsstrategie sichtbar und lädt dazu ein, Veränderungen in der Vogelwelt aufmerksam zu beobachten.