Informationsmast an der Klimaroute Flora Fauna zur invasiven Asiatischen Hornisse

Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art, die sich in den vergangenen Jahren auch im Rhein-Main-Gebiet etabliert hat. Entlang der Klimaroute Flora Fauna macht dieser Mast auf die Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitung der Art aufmerksam und zeigt, wie eng globale Warenströme, steigende Temperaturen und lokale Ökosysteme miteinander verknüpft sind.

Asiatische Hornisse und Klimawandel

Herkunft und Einwanderung nach Europa

Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Asien. Vermutlich gelangten befruchtete Königinnen 2004 mit einer Schiffsladung aus China nach Frankreich, wo sich die Art rasch ausbreitete. Von dort aus erreichte sie weitere Länder in Westeuropa. In Deutschland wurde die Asiatische Hornisse 2014 erstmals nachgewiesen, wenige Jahre später folgten Funde in Hessen und im Rhein-Main-Gebiet.

Profiteur eines sich verändernden Klimas

Die Art gilt als Profiteur der Klimakrise. Steigende Durchschnittstemperaturen und mildere Winter begünstigen ihre Ausbreitung, weil mehr Jungköniginnen überleben und neue Nester gründen können. Modellrechnungen gehen davon aus, dass sich die Asiatische Hornisse bis zum Ende des Jahrhunderts in weiten Teilen West- und Süddeutschlands etablieren kann. Entlang der Klimaroute Flora Fauna verdeutlicht dieser Mast, wie sich veränderte Klimabedingungen auf die Zusammensetzung der Tierwelt auswirken.

Auswirkungen auf Ökosysteme und Insektenwelt

Asiatische Hornissen jagen Honigbienen und andere Insekten und können so lokale Bestände beeinträchtigen. Für Menschen ist ihr Stich in der Regel nicht gefährlicher als der heimischer Hornissen, für Bestäuber und damit für Ökosysteme und Landwirtschaft kann die Art jedoch problematisch sein. Der Mast informiert darüber, warum die Asiatische Hornisse als invasive Art eingestuft wird, welche Rolle sie im Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Imkerei und Klimawandel spielt und weshalb ein bewusster Umgang mit ihr wichtig ist.