Historisches Hofgut an der Nidda
Denkmalgeschütztes Ensemble und markanter Punkt am Niddaradweg
Das denkmalgeschützte Hofgut Wickstadt liegt malerisch an der Nidda zwischen Assenheim und Florstadt in der Wetterau. Die historische Hofanlage mit Herrenhaus, Pfortenturm und Kirche vermittelt noch heute den Charakter eines abgeschlossenen Gutshofes und ist ein markanter Orientierungspunkt am Niddaradweg.
Geschichte und Architektur des Hofguts
Vom mittelalterlichen Lehen zum barocken Hofgut
Das Hofgut Wickstadt geht auf eine mittelalterliche Siedlung zurück, die im 13. Jahrhundert als Schenkung des Ritters Heinrich von Wickstadt an das Kloster Arnsburg überging. Nach der Auflösung des Klosters Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die von einem Graben umgebene Anlage als Hofgut und Domäne weitergeführt. Das barocke Herrenhaus von 1752, der markante Pfortenturm und die Kirche mit Pfarrhaus prägen bis heute das Erscheinungsbild des Ensembles.
Kulturort in der Wetterau
Heute wird das Hofgut überwiegend landwirtschaftlich und privat genutzt, zugleich ist es ein kultureller Anziehungspunkt in der Region. In den historischen Gebäuden ist unter anderem ein Kochatelier untergebracht, und regelmäßig findet hier das Wickstädter Kunstfest mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Wetterau statt. Für Besucherinnen und Besucher, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind, bietet das Hofgut einen atmosphärischen Einblick in die historische Kulturlandschaft entlang der Nidda.
Ausgangspunkt für Ausflüge an Nidda und in den Wald
Direkt am Hofgut verläuft der Niddaradweg, der hier gemeinsam mit Fernradwegen die Flusslandschaft erschließt. Eine Brücke führt über die Nidda, von der aus Wege in Richtung der Wallfahrtskirche Sternbach und in die umliegenden Felder und Wälder abzweigen. Die Kombination aus historischer Bausubstanz, Flusslandschaft und nahen Naturwegen macht Hofgut Wickstadt zu einem lohnenden Ziel für einen kurzen Abstecher oder einen Zwischenstopp auf längeren Radtouren.