Frühes Eisenbahn-Bauwerk aus Sandstein im Frankfurter Stadtteil Nied

Die historische Eisenbahnbrücke über die Nidda ist ein eindrucksvolles Zeugnis aus der Frühzeit des Eisenbahnwesens. Die aus rotem Sandstein errichtete Bogenbrücke verbindet Technikgeschichte mit einer reizvollen Flusslandschaft und ist bis heute Teil des aktiven Bahnverkehrs.

Sandsteinbrücke aus der Frühzeit der Eisenbahn

Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert

Die dreibogige Sandsteinbrücke wurde nach einem Entwurf des Ingenieurs Paul Camille von Denis errichtet und Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommen. Sie gilt als eine der ältesten noch genutzten Eisenbahnbrücken Deutschlands und veranschaulicht die frühen Ingenieurleistungen beim Ausbau der Bahnstrecken in Hessen. Die massiven Pfeiler, die sorgfältig gesetzten Sandsteinquader und die ausgewogenen Proportionen der Bögen prägen das Erscheinungsbild des Bauwerks.

Sanierung und heutige Nutzung

Im Laufe der Zeit wurden an der Brücke verschiedene Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Anker zur Stabilisierung, das Schließen von Rissen im Gewölbe sowie Betonummantelungen an den Pfeilern sichern die Tragfähigkeit des Bauwerks. Zusätzlich erhielt die Brücke beidseitig Fußgängerstege, die eine sichere Querung der Nidda ermöglichen. Trotz des modernen Zugverkehrs waren an der grundlegenden Statik bisher keine tiefgreifenden Veränderungen erforderlich, was die hohe bauliche Qualität der Konstruktion unterstreicht.

Erlebnis am Wasser und entlang der Niddaroute

Die historische Eisenbahnbrücke liegt im Verlauf der Regionalpark Niddaroute und ist in eine abwechslungsreiche Flusslandschaft eingebettet. Entlang des Ufers verlaufen Wege, die von Radfahrenden und Spaziergängern genutzt werden und immer wieder Blicke auf die Brücke und den Fluss eröffnen. In Kombination mit weiteren Brücken, Uferwegen und Grünzügen entsteht ein vielfältiger Erlebnisraum, in dem sich Natur, Verkehrsgeschichte und Alltagsmobilität begegnen.