Historische Brückenrampe in Wiesbaden-Mainz-Kastel
Verweilort am ehemaligen Brückenkopf mit Blick über Rhein und Landeshauptstädte
Die historische Brückenrampe in Wiesbaden-Mainz-Kastel erinnert an die lange Geschichte der Rheinquerungen zwischen Mainz und Wiesbaden. Am ehemaligen Brückenkopf der Alexander-Patch-Brücke eröffnet sich heute ein eindrucksvoller Blick auf das Rheinpanorama und die beiden Landeshauptstädte.
Verbindender Ort am Rheinufer
Geschichte des Brückenschlags
Schon vor rund 2000 Jahren errichteten die Römer nahe der Mainmündung eine feste Brücke über den Rhein und schufen damit eine wichtige Verbindung zwischen Mogontiacum (Mainz) und dem rechtsrheinischen Ufer. Im Laufe der Jahrhunderte folgten weitere Bauwerke, darunter eine Holzbrücke zur Zeit Karls des Großen und ein repräsentativer Neubau im späten 19. Jahrhundert, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Nach 1945 entstand an dieser Stelle die Alexander-Patch-Brücke als Behelfsbrücke. Der flott in den Rhein gestellten Querung fehlte die Höhe, um größere Schiffe passieren zu lassen. Deshalb besaß die vier Jahre genutzte Behelfsbrücke im Mittelteil eine Verschwenkeinrichtung. Die wurde stets geöffnet, wenn größere Kähne kamen. Erhalten ist von der Konstruktion nur die Rampe auf Wiesbadener Seite.
Gestalteter Aussichtspunkt mit Infotafeln
Im Rahmen eines Regionalparkprojekts wurde die ehemalige Brückenrampe freigestellt und als Aufenthaltsort mit Sitzstufen und Blickbeziehungen zum Mainzer Rheinufer gestaltet. Von hier aus reicht der Blick über die Theodor-Heuss-Brücke, das Kurfürstliche Schloss und die Mainzer Alt- und Neustadt bis hin zur Petersaue, nach Biebrich und zum Taunuskamm. Sechs Informationstafeln erläutern die Geschichte des Brückenschlags, die Entwicklung der Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Bedeutung der beiden Landeshauptstädte und der jüdischen Gemeinde in Mainz-Kastel.
Knotenpunkt am Rad- und Fußwegenetz
Die Historische Brückenrampe liegt am Regionalpark Leinpfad, der etwas östlich davon auf die Regionalpark Rundroute trifft. Damit eignet sich die Brückenrampe als kurzer Stopp auf einer Radtour ebenso wie als Ziel für einen Spaziergang entlang des Rheinufers. Die angrenzende Grünanlage an der Eleonorenstraße wird durch den Aussichtspunkt und die reizvollen Staudenpflanzungen beidseits der Brückenrampe zusätzlich aufgewertet und bietet weitere Sitzgelegenheiten entlang des Rheinufers.