Gestalteter Grünraum mit botanischen Besonderheiten am Rand der Regionalparkroute
Der Grünzug Bischofsheim liegt am Rand der Regionalparkroute Bischofsheim – Bauschheim und verbindet Wohngebiete, Bahntrasse und Gewerbeflächen mit einem bewusst gestalteten Grünraum. Entlang eines geschwungenen Weges unter jungen Ahornbäumen entsteht ein ruhiger Korridor, der sowohl Anwohnern als auch Reisenden auf der Regionalparkroute einen naturnahen Aufenthalt ermöglicht.
Gestalteter Grünzug am Neubaugebiet Wingertspfad
Von der Zwischenlandschaft zum Erholungsraum
Der Bereich zwischen Neubaugebiet, Bahnlinie und Gewerbeflächen war lange Zeit eine typische Zwischenlandschaft mit Restflächen der Landwirtschaft und verstreuter Bebauung. Im Rahmen der Regionalparkentwicklung wurde dieser Raum zu einem durchkonzipierten Grünzug umgestaltet. Ein befestigter Weg führt heute parallel zur Bahntrasse und bindet den Grünzug an die Regionalparkroute Bischofsheim – Bauschheim an. Sitzgelegenheiten und offene Wiesenbereiche laden zu kurzen Pausen und kleinen Spaziergängen ein.
Botanische Besonderheiten mit kulturgeschichtlichem Hintergrund
Ein zentrales Merkmal des Grünzugs ist die Auswahl der Bepflanzung. Entlang des Weges wurden rund 20 verschiedene Ahornarten gepflanzt, deren Blätter sich in Form und Färbung deutlich unterscheiden. Auf Höhe des Friedhofs ergänzt ein eigenes Quartier mit Maulbeer- und Mispelbäumen das Pflanzkonzept. Beide Baumarten sind heute selten geworden, besitzen jedoch eine lange Kulturgeschichte. Maulbeerbäume wurden in Europa vor allem wegen ihrer Blätter für die Seidenraupenzucht genutzt, während die Mispel als Kernobstgehölz bereits im Mittelalter verbreitet war und in der Volksmedizin Verwendung fand.
Grünraum für Alltag und Regionalparkerlebnis
Der Grünzug Bischofsheim dient als wohnungsnaher Erholungsraum und zugleich als landschaftlicher Akzent entlang der Regionalparkroute. Für Fußgänger und Radfahrende bietet er eine gut erreichbare Verbindung zwischen den angrenzenden Quartieren und der offenen Landschaft. Die Kombination aus unterschiedlichen Baumarten, Wiesenflächen und dem linearen Weg schafft abwechslungsreiche Blickbeziehungen und macht den Wandel von der ehemaligen Randzone zum gestalteten Grünraum nachvollziehbar.