Teil der Turmtour

Flörsheimer Warte

Auf dem Geißberg über den Wickerer Weinbergen thront die Flörsheimer Warte – Wahrzeichen der Region und Zeugnis einer langen Geschichte. Ursprünglich im 15. Jahrhundert Teil der Kasteler Landwehr, diente der Turm dem Schutz der rechtsrheinischen Gebiete des Mainzer Erzbistums. Er war eine von vier Warttürmen, die Handelswege sicherten und territoriale Grenzen markierten.

Vom Wehrturm zum Regionalpark-Symbol

Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches verlor die Warte ihre Funktion und verfiel. Erst Ende des 20. Jahrhunderts erinnerte man sich an ihre Bedeutung. 1996 wurde der Turm im Rahmen des neu gegründeten Regionalparks RheinMain nach Plänen von Architekt Franz-Josef Hamm rekonstruiert – in Anlehnung an historische Vorbilder, aber mit moderner Gestaltung. Die Skulpturen von Gernot Rumpf setzen künstlerische Akzente und verbinden Vergangenheit und Gegenwart.

Weingenuss mit Aussicht

Heute ist die Flörsheimer Warte ein beliebtes Ausflugslokal mit Weingarten. Besucher genießen bei einem Glas Rheingauer Wein den Panoramablick über das Maintal, die Frankfurter Skyline, den Taunus und das rheinhessische Hügelland. Von der Turmspitze aus bietet sich eine spektakuläre Rundumsicht über die vielfältige Kulturlandschaft.

Geschichte lebendig erleben

Die Flörsheimer Warte steht exemplarisch für die Philosophie des Regionalparks RheinMain: historische Orte behutsam zu erneuern und in die Gegenwart zu führen. Sie ist Treffpunkt, kultureller Anker und Symbol für die Verbindung von Geschichte, Landschaft und Lebensqualität in der Region.