Drususeiche im Langen-Bergheimer Unterwald
Jahrhundertealte Eiche auf dem römischen Limeswall im Main-Kinzig-Kreis
Im Langen-Bergheimer Unterwald erinnert die Drususeiche als eindrucksvolles Naturdenkmal an die Römerzeit. Die jahrhundertealte Eiche steht direkt auf dem historischen Limeswall und verbindet auf besondere Weise Naturerlebnis und Geschichte des Main-Kinzig-Kreises.
Historischer Hintergrund der Drususeiche
Namensgebung und Bezug zur Römerzeit
Die Drususeiche trägt ihren Namen zu Ehren von Nero Claudius Drusus, einem römischen Heerführer und Bruder des späteren Kaisers Tiberius. Bereits um 1900, zur Zeit der Untersuchungen der Reichs-Limeskommission, war der Baum unter diesem Namen bekannt. Ihre Lage auf dem ehemaligen Grenzwall des römischen Limes macht die Eiche zu einem markanten Orientierungspunkt in einer geschichtsträchtigen Kulturlandschaft.
Baumveteran und Naturdenkmal
Mit einem Alter von rund 300 Jahren, einem Brusthöhenumfang von knapp sechs Metern und einer ausladenden Krone zählt die Drususeiche zu den markanten Baumveteranen der Region. Der Stamm ist im unteren Bereich geöffnet und zeigt Spuren eines Blitzeinschlags, die Öffnung wurde zum Schutz mit Drahtgitter gesichert. Trotz dieser Schäden gilt die Vitalität des Baumes weiterhin als gut, sodass er als lebendiges Naturdenkmal die Waldlandschaft prägt.
Lage im Langen-Bergheimer Unterwald
Die Eiche steht im Langen-Bergheimer Unterwald auf dem Gebiet der Stadt Hammersbach im Main-Kinzig-Kreis. Sie ist über Waldwege erreichbar und liegt in der Nähe der Regionalpark Limesroute, die verschiedene Stationen zur Römergeschichte miteinander verbindet. Rund um den Baum eröffnet sich ein ruhiger Waldbereich, der sich für kurze Spaziergänge und naturkundliche Entdeckungen eignet.