Begehbare Skulptur mit 15 Betonstelen am Rand der Limesstadt

Die El-Lissitzky-Allee in Schwalbach am Taunus ist eine begehbare Skulptur des Darmstädter Künstlers Gerhard Schweizer. Entlang eines Weges reihen sich 15 hohe Betonstelen, auf denen sich einzelne Buchstaben verteilen. Erst aus bestimmten Blickpunkten erschließt sich der vollständige Text und macht den Spaziergang zu einem besonderen Kunst- und Wahrnehmungserlebnis.

Begehbare Skulptur am Rand der Limesstadt

Kunstwerk zwischen Wildwiese und Trabantensiedlung

Die El-Lissitzky-Allee liegt nördlich der Schwalbacher Limesstadt zwischen Waldfriedhof und Schwalbacher Straße. Der Weg führt durch eine Wildwiese und wird von dreimal fünf Betonstelen gesäumt, die zwischen etwa 3 und über 5 Metern hoch sind. Auf jeder Stele sind Buchstaben angebracht, die sich beim Durchschreiten der Allee immer wieder neu anordnen und so unterschiedliche Perspektiven auf das Kunstwerk eröffnen.

Zitat des Avantgarde-Künstlers El Lissitzky

Die Buchstaben auf den Stelen fügen sich aus markierten Standpunkten zu einem Zitat des russischen Avantgarde-Künstlers und Konstruktivisten El Lissitzky:

„Jede Form ist das erstarrte Momentbild eines Prozesses. Also ist das Werk Haltestelle des Werdens und nicht erstarrtes Ziel.“

In seinem Text beschreibt er Kunst als Momentaufnahme eines fortlaufenden Prozesses und betont, dass ein Werk eher Haltestelle des Werdens als ein endgültiges Ziel ist. Die 2005 entstandene Skulptur von Gerhard Schweizer übersetzt diesen Gedanken in den Raum und macht ihn beim Gehen unmittelbar erfahrbar.

Spazierziel im Regionalpark und Teil von Kunstspaziergängen

Die El-Lissitzky-Allee ist Teil des Regionalparks RheinMain und wird bei geführten Kunstspaziergängen durch Schwalbach immer wieder einbezogen. Der Ort lädt zu einem kurzen Abstecher beim Spaziergang oder bei einer Radtour am Taunushang ein. Wer sich Zeit nimmt, kann die verschiedenen Standpunkte ausprobieren und beobachten, wie sich der Text auf den Stelen nach und nach erschließt.