Alte Opel Rennbahn Rüsselsheim
Historischer Rennkurs im Rüsselsheimer Wald
Die Alte Opel Rennbahn bei Rüsselsheim ist ein eindrucksvolles Zeugnis der frühen Motorsport- und Industriegeschichte im Rhein-Main-Gebiet. Versteckt im Wald südlich von Rüsselsheim erinnern die überreste der ehemaligen Renn- und Teststrecke an eine Zeit, in der hier Rennpioniere und Ingenieure die Grenzen des technisch Machbaren ausloteten.
Vom Testoval zur Zuschauerattraktion
Die Opel-Rennbahn wurde 1919 als Betonoval mit rund 1,5 Kilometern Länge und hohen Steilwandkurven in Betrieb genommen. Ursprünglich als Test- und Prüfstrecke für die Adam Opel AG angelegt, entwickelte sie sich rasch zu einer vielbeachteten Rennstrecke. In den 1920er Jahren erreichten Fahrzeuge hier Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde, und bis zu 50.000 Zuschauer verfolgten die Rennen im Waldstück südlich von Rüsselsheim.
Industriekultur und Naturerlebnis heute
Nach der Stilllegung Mitte des 20. Jahrhunderts eroberte die Natur das Gelände zurück. Teile der Betonpiste sind überwuchert, doch insbesondere die Steilwandkurven lassen den Verlauf des Ovals noch gut erkennen. Heute ist die Alte Opel Rennbahn als technisches Kulturdenkmal ausgewiesen und in den Regionalpark RheinMain integriert. Ein Besucherpodest mit Informationstafeln ermöglicht Einblicke in die Geschichte der Strecke und bietet einen besonderen Blick auf die erhaltenen Abschnitte.
Ausflugsziel im Regionalpark RheinMain
Die Alte Opel Rennbahn liegt in einem Mischwald nahe dem Wasserwerk Hof Schönau und ist über Wege im Regionalpark erreichbar. Vor Ort verbinden sich Industriekultur, Landschaftserlebnis und regionale Geschichte zu einem besonderen Ausflugsziel. Die Anlage ist frei zugänglich und eignet sich als Zwischenstopp bei Wander- oder Radtouren durch die Wald- und Flusslandschaft zwischen Rhein und Main.