Industriegeschichte am Opel-Stammsitz
Stillgelegtes Kraftwerk von 1936 am Mainufer in Rüsselsheim
Das Opel-Kraftwerk in Rüsselsheim ist ein markantes Beispiel industrieller Architektur des 20. Jahrhunderts direkt am Mainufer. Das stillgelegte Bauwerk erinnert an die Zeit, in der hier Energie für die Produktion der Opel-Werke erzeugt wurde und prägt bis heute das industrielle Erscheinungsbild des Areals.
Industriegeschichte am Mainufer
Bauhaus-inspirierte Architektur
Das 1936 errichtete Kraftwerk gehörte seinerzeit zu den modernsten Anlagen Europas. Charakteristisch sind die langen Fensterbänder im Bauhaus-Stil, die sich horizontal und vertikal über die rote Backsteinfassade ziehen. Die klare Formensprache und die funktionale Gestaltung spiegeln den Geist der damaligen Industriearchitektur wider.
Vom Energiezentrum zum Erinnerungsort
Über Jahrzehnte versorgte das Kraftwerk die Opel-Werke mit Energie. Bis 1974 wurde die Leistung durch zusätzliche Kessel kontinuierlich gesteigert, bevor die Anlage schließlich außer Betrieb genommen wurde. Heute steht das Gebäude sinnbildlich für den Wandel der Industrie in Rüsselsheim und kann von außen als Teil der industriell geprägten Landschaft am Mainufer erlebt werden.
Einbindung in den Regionalpark
Das ehemalige Kraftwerk liegt im Bereich des Regionalparks RheinMain und ist in verschiedene Routen und Themenwege eingebunden. Besucherinnen und Besucher können das Gebäude bei einem Spaziergang oder einer Radtour entlang des Mains entdecken und so die Verbindung von Industriegeschichte, Flusslandschaft und moderner Stadtentwicklung nachvollziehen.