Aussichtspunkt mit Blick auf Kloster- und Gutsanlage

Die roten Dächer des Guts Marienborn leuchten weithin sichtbar im Tal und markieren einen Ort mit jahrhundertealter Geschichte. Wer hier auf der Hohen Straße unterwegs ist, blickt nicht nur auf eine reizvolle Kulturlandschaft, sondern auch auf die Spuren adeliger Herrschaft und landwirtschaftlicher Nutzung bis in die Gegenwart.

Geschichte von Kloster, Schloss und Gut Marienborn

Vom mittelalterlichen Kloster zum barocken Landsitz

Im 13. Jahrhundert entstand an diesem Ort ein Kloster, das die Entwicklung der Umgebung über Jahrhunderte prägte. Nach der Reformation gelangten die Gebäude an die Familie von Ysenburg, die hier im 17. Jahrhundert eine barocke Schlossanlage mit Garten errichten ließ. Nur Teile der ursprünglichen Bausubstanz blieben erhalten, doch die historische Nutzung ist in der Hofanlage und der Lage im Tal bis heute ablesbar.

Staatsdomäne und ökologische Landwirtschaft

Seit den 1960er Jahren ist das Gut eine Staatsdomäne des Landes Hessen. Die Flächen werden inzwischen ökologisch bewirtschaftet und tragen zur Pflege der offenen Kulturlandschaft entlang der Hohen Straße bei. Für Besucherinnen und Besucher eröffnet sich von diesem Blickpunkt ein weiter Ausblick über Felder, Wiesen und die historische Hofanlage, der die enge Verbindung von Landwirtschaft, Geschichte und Landschaft deutlich macht.

Erlebnis an der Regionalparkroute Hohe Straße

Der Blick Marienborn liegt an der Regionalparkroute Hohe Straße, einem historischen Höhenweg mit zahlreichen Aussichtspunkten. Die erhöhte Lage ermöglicht eindrucksvolle Perspektiven auf das Tal und die umgebenden Höhenzüge. Informationstafeln entlang der Route erläutern die Geschichte der Region und laden dazu ein, den Ort als Teil eines längeren Spaziergangs oder einer Radtour zu entdecken.