Ein historischer Wartturm im GrünGürtel
Teil der Turmtour
Auf dem Berger Rücken zwischen Seckbach und Bergen-Enkheim
Die Berger Warte ist ein historischer Wartturm im Nordosten von Frankfurt am Main und markiert mit rund 212 Metern über dem Meeresspiegel den höchsten Punkt des Stadtgebiets. Der aus rotem Mainsandstein errichtete Turm liegt auf dem Berger Rücken zwischen den Stadtteilen Seckbach und Bergen-Enkheim und ist von Feldern, Gehölzen und Wegen des Frankfurter GrünGürtels umgeben. Heute ist die Berger Warte ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und Ausflüge mit weitem Blick über Stadt und Umland.
Geschichte und Bedeutung der Berger Warte
Vom mittelalterlichen Wachtposten zum Kulturdenkmal
Bereits 1340 wird an dieser Stelle eine hölzerne Warte als „Geierswarte“ erwähnt. Sie diente als Beobachtungsposten an der Hohen Straße, einem Abschnitt der historischen Via Regia, auf der Händler und Frachtwagen zwischen Frankfurt und dem Umland unterwegs waren. An der Berger Warte fand der sogenannte Geleitswechsel statt: Hier endete der Schutz der Stadt Frankfurt und begann der Geleitschutz eines anderen Landesherrn. Im Schmalkaldischen Krieg wurde der Turm 1552 zerstört und 1557 vollständig aus Stein wiederaufgebaut. Der Zugang lag ursprünglich im Obergeschoss und war nur über eine Leiter erreichbar, was der Verteidigung diente.
Höchster Punkt Frankfurts im GrünGürtel
Die Berger Warte steht auf dem Berger Rücken, einem markanten Hügelzug im Frankfurter GrünGürtel. Die Anhöhe bietet weite Ausblicke auf die Skyline, den Taunus und das Umland. Das umgebende Gehölz ist als Naturdenkmal ausgewiesen, der Turm selbst steht unter Denkmalschutz. Rund um die Berger Warte verlaufen Spazier- und Wanderwege, die den Standort mit weiteren Zielen im GrünGürtel verbinden. In unmittelbarer Nähe liegen die historische Leopoldsäule und der jüdische Friedhof Bergen, sodass sich auf engem Raum mehrere Zeugnisse der Frankfurter Stadt- und Kulturgeschichte finden.
Besuch und Aufenthalt vor Ort
Die Berger Warte ist frei zugänglich und kann ganzjährig besucht werden. Der Turm steht auf einer kleinen, offenen Fläche, die von Bäumen und Sträuchern umgeben ist. Sitzgelegenheiten und Gastronomie gibt es direkt vor Ort nicht, die nächsten Einkehrmöglichkeiten befinden sich im Stadtteil Bergen in etwa eineinhalb Kilometern Entfernung. Die Anreise ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, ein ausgewiesener Parkplatz liegt am Alten Jüdischen Friedhof an der Vilbeler Landstraße. Über befestigte Wege ist der Bereich um die Berger Warte weitgehend barrierearm erreichbar.