Teil der Turmtour

Was ist natürlich, was ist künstlich?

In der „Flörsheimer Schweiz“, zwischen Flörsheim, Wicker und Hochheim, steht mit dem „Eisenbaum“ eine der markantesten Landmarken des Regionalparks RheinMain. Die 18 Meter hohe Skulptur aus Cortenstahl ist zugleich Aussichtsturm und symbolisches Kunstwerk, das das Zusammenspiel von Natur und Technik thematisiert. Ihre filigrane Struktur mit spiralförmiger Treppe und klirrenden Metallblättern zieht schon von Weitem die Blicke auf sich.

Kunstwerk mit technischer Präzision

Die Idee stammt von Regionalpark-Geschäftsführer Lorenz Rautenstrauch. Entworfen wurde der Eisenbaum vom Architekten Frank Geelhaar, realisiert durch das Flörsheimer Stahlbauunternehmen Bernd Dasbach. Der Aufbau aus rhombenförmigen Metallelementen und bis zu 29-teiligen Ästen verbindet Stabilität und Leichtigkeit – eine Hommage an die Effizienz der Natur.

Ein Erlebnis für alle Sinne

Beim Aufstieg zur neun Meter hohen Plattform werden Besucher von Klang- und Lichteffekten begleitet. Bewegungsmelder und Solarmodule aktivieren Naturgeräusche und eine Erzählstimme, die von der Entstehung des Baumes berichtet. Wie ein echter Baum nutzt er Sonnenenergie – eine bewusste Parallele zur Photosynthese. Oben eröffnet sich ein weiter Blick über das Maintal, den Taunus und bei klarer Sicht bis zum Odenwald.

Symbol für Natur und Technik

Der Eisenbaum lädt zum Innehalten und Nachdenken ein. Er zeigt, wie eng Technik und Natur miteinander verwoben sind, und stellt die Frage, wo die Grenze zwischen beidem verläuft. Als Aussichtspunkt und Kunstinstallation steht er für die Leitidee des Regionalparks RheinMain: Landschaften zu gestalten, die Erholung, Bildung und Inspiration zugleich bieten.