Flusswälder – Klimaroute
Auwälder als natürlicher Hochwasserschutz am Main erleben
Flusswälder – auch Auwälder genannt – sind wertvolle Lebensräume entlang von Flüssen. Sie bieten zahlreichen Vogel-, Fisch- und Säugetierarten sowie einer vielfältigen Pflanzenwelt einen Rückzugsort und wirken gleichzeitig wie ein natürlicher Puffer bei Hochwasserereignissen. An der Klimaroute am Main wird dieses Zusammenspiel von Wasser, Vegetation und Klima anschaulich erlebbar gemacht.
Flusswälder als natürlicher Hochwasserschutz
Lebensraum mit besonderer Dynamik
Flusswälder entstehen dort, wo Flüsse regelmäßig über die Ufer treten und ihre Auen überfluten. Die wechselnden Wasserstände schaffen eine besondere Dynamik, an die sich viele spezialisierte Tier- und Pflanzenarten angepasst haben. Gleichzeitig verlangsamt die dichte Vegetation das Abfließen des Wassers und kann so Hochwasserwellen abmildern.
Modell zur Simulation von Überschwemmungen
An der Station „Flusswälder“ der Klimaroute ist ein Modell in den Boden eingelassen, das ein Überschwemmungsereignis simuliert. Besucherinnen und Besucher können beobachten, wie sich Wasser in einer Landschaft mit und ohne Auwald verhält. Wo Flusswälder erhalten sind, wird das Wasser zurückgehalten und gebremst. Fehlen diese Strukturen, fließt es deutlich schneller ab und kann flussabwärts größere Schäden verursachen.
Regionale Eindrücke und globale Bezüge
Gegenüber dem Kelsterbacher Nizza am nördlichen Mainufer sind noch Reste ehemaliger Auwälder zu sehen, die bei Hochwasser regelmäßig überflutet werden. Die Station macht deutlich, wie stark Flusslandschaften in Europa durch Begradigungen und Siedlungsbau verändert wurden. Gleichzeitig verweist sie auf Partnerflüsse in anderen Regionen der Welt, an denen ähnliche Prozesse stattfinden und deren Veränderungen Rückwirkungen auf das Klima in weiten Räumen haben.