Grenzstelen bei Ronneburg
Holzstelen markieren die historische Grenze zwischen Preußen und Hessen-Darmstadt
Kleinstaaterei im Hessenlande wird an den Grenzstelen bei Ronneburg auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Drei rund vier Meter hohe Holzstelen markieren hier den historischen Grenzverlauf zwischen dem Königreich Preußen und dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt und machen ein Stück Landesgeschichte in der Landschaft ablesbar.
Historische Grenze im Ronneburger Hügelland
Farben und Formen erzählen Geschichte
Die Grenzstelen stehen zwischen den heutigen Ronneburger Ortsteilen Neuwiedermuß und Altwiedermus im Main-Kinzig-Kreis. Sie sind in den Farben der früheren Herrschaftsgebiete gestaltet: schwarz-weiß für Preußen und rot-weiß für Hessen-Darmstadt. Wer aufmerksam hinschaut, erkennt, wie der historische Grenzverlauf durch die Anordnung der Stelen nachgezeichnet wird und so den einstigen Verlauf der Territorialgrenze sichtbar macht.
Spaziergang mit Blick auf Landschaft und Vergangenheit
Die Stelen liegen im Ronneburger Hügelland, einer sanft welligen Kulturlandschaft östlich von Frankfurt am Main. Von den Wegen rund um die Stelen eröffnen sich Blicke auf Felder, Wiesen und die nahe Ronneburg. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang oder einer Radtour verbinden und lädt dazu ein, die wechselvolle Geschichte der Region mit der heutigen Landschaft in Beziehung zu setzen.
Zwischen Neuwiedermuß und Altwiedermus
Die Lage zwischen den Ortsteilen Neuwiedermuß und Altwiedermus verweist auch sprachlich auf die frühere Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Herrschaftsgebieten. Die unterschiedlichen Endungen der Ortsnamen stehen sinnbildlich für die historische Trennlinie, die heute durch die Grenzstelen veranschaulicht wird. So entsteht ein anschaulicher Lernort, an dem Geschichte, Geografie und Ortsidentität zusammenfinden.