Gedenkstätte am Standort der ehemaligen Pfarrkirche bei Trebur
Auf der Treburer Flur mit dem historischen Flurnamen „Vogtei“ stand einst die alte Pfarrkirche St. Alban. Heute erinnert an diesem Ort eine Gedenkstätte an die verschwundene Kirche und an die lange Siedlungsgeschichte der Umgebung.
Geschichte der Pfarrkirche St. Alban
Frühe Erwähnungen und Siedlungsspuren
Die Pfarrkirche St. Alban wird bereits im Jahr 985 nach Christus urkundlich erwähnt. Archäologische Funde in der Flur deuten darauf hin, dass das Gebiet schon seit dem 4. Jahrhundert besiedelt war. Die sumpfigen Altneckarmäander des Altrheins umgaben den kleinen Weiler schützend und prägten die Landschaft rund um den Standort der Kirche.
Lage an einer römischen Straße und Niedergang der Kirche
Der Ort lag an einer römischen Straße, die vom Kastell Esch bei Groß-Gerau nach Mainz führte. Die Kirche St. Alban war über Jahrhunderte die Pfarrkirche für den Flecken Trebur. Sie überdauerte die Stürme der Geschichte jedoch nur in schriftlichen Quellen: 1578 wurde sie aufgegeben, und der zugehörige Friedhof blieb noch bis 1778 als Begräbnisstätte in Nutzung. Heute macht die Gedenkstätte auf der Vogtei die historische Bedeutung dieses Platzes als mittelalterliches Siedlungsareal sichtbar.
Erinnerungsort in der Kulturlandschaft
Die Gedenkstätte zur historischen Kirche St. Alban ist Teil der Kulturlandschaft im Umfeld von Trebur. Informationstafeln und die Gestaltung des Areals verweisen auf die frühmittelalterliche Besiedlung, die Rolle der Pfarrkirche und die Veränderungen der Bestattungsplätze im Laufe der Jahrhunderte. Der Ort lädt dazu ein, die Geschichte Treburs nachzuvollziehen und die Verbindung von Landschaft, Siedlung und religiösem Leben zu entdecken.