Grünzug am ehemaligen Mainarm und historischer Handelsweg

Der Kuhmühlgraben mit dem historischen Geleitsweg im Osten Offenbachs verbindet heute naturnahe Grünzüge mit spannenden Einblicken in die Verkehrsgeschichte der Region. Nur wenige Meter hinter Industrieanlagen öffnet sich ein überraschend ruhiger Landschaftsraum, in dem sich Spuren eines alten Mainarms und einer bedeutenden Handelsroute des Mittelalters entdecken lassen.

Grünzug am ehemaligen Mainarm

Landschaftsschutzzone und Kaltluftschneise

Parallel zum Weg verläuft der Kuhmühlgraben als schmale, in der Landschaft erkennbare Linie. Er geht auf einen ehemaligen Arm des Urmain zurück und bildet heute eine wichtige Landschaftsschutzzone sowie eine Kaltluftschneise für den Offenbacher Osten. Ziel städtischer Projekte ist es, diesen Grünzug ökologisch aufzuwerten und als Erholungsraum zu sichern.

Handelsweg zwischen Frankfurt und Nürnberg

Der Geleitsweg erinnert an eine historische Handelsstraße, die Frankfurt mit Nürnberg und weiter bis Augsburg verband. Über diese Route reisten Händlerinnen und Händler ebenso wie politische Akteure des Mittelalters. Für die Nutzung war Geleitgeld zu entrichten, im Gegenzug sicherten die Territorialherren Schutz zu – ein Versprechen, das nicht immer vollständig eingelöst wurde.

Erholung im Spannungsfeld von Stadt und Natur

Zwischen Gewerbeflächen, Bahntrassen und Grünflächen zeigt der Bereich am Kuhmühlgraben exemplarisch, wie sich Natur- und Erholungsräume in einer dicht genutzten Stadtlandschaft entwickeln können. Wege entlang des Grabens laden zu Spaziergängen ein und bieten immer wieder neue Perspektiven auf die Umgebung.