Historischer Übergang über den Main bei Raunheim
Ehemalige Furt und Fährstelle zwischen Flörsheim am Main und Raunheim
Flörsheimer Fahr in Raunheim ist ein historischer Ort am Mainufer, an dem einst eine Furt und später eine Fähre die Verbindung zwischen Flörsheim am Main und Raunheim sicherte. Heute lädt der Platz mit seinem markanten Sandsteinblock und dem Blick auf Alt-Flörsheim zum Verweilen und Nachdenken über die Geschichte der Region ein.
Historischer Übergang über den Main
Von der Furt zur Fährverbindung
Bevor der Main im späten 19. Jahrhundert für die Schifffahrt mit größeren Tiefgängen ausgebaut wurde, war er in diesem Abschnitt oft nur 50 bis 150 Zentimeter tief. Eine Furt ermöglichte es, den Fluss zwischen Raunheim und Flörsheim zu queren. Pferdefuhrwerke nutzten diesen Übergang, um Waren und Menschen über den Fluss zu bringen, lange bevor moderne Brücken und Straßen die Region prägten.
Die Fähre und die Opelbrücke
Mit dem Ausbau des Mains und der zunehmenden Schifffahrt wurde eine Furt nicht mehr ausreichend. Eine Fähre verband daraufhin die beiden Städte bis zum Bau der ersten Opelbrücke im Jahr 1928. Diese Brücke schuf eine dauerhafte Straßenverbindung und machte die Fährverbindung überflüssig. Der Standort der Flörsheimer Fahr erinnert bis heute an diese Phase des Übergangs von traditionellen zu modernen Verkehrswegen.
Schnelser Weg und Gedenksäule
An der Flörsheimer Fahr steht eine von der Regionalpark RheinMain GmbH errichtete Sandsteinsäule, die an die historische Bedeutung des Ortes erinnert. Die Bezeichnung „Schnelser Weg“ verweist auf einen alten Weg, der Flörsheim mit dem weiter entfernten Hassloch verband. Gläubige aus der Umgebung nutzten diesen Weg, um über den Main zu den Gottesdiensten zu gelangen. Die Säule greift diese Geschichte auf und macht sie für Besucherinnen und Besucher vor Ort erfahrbar.