Feuchtwiesen im Naturschutzgebiet Mönchbruch

Die Mönchbruchwiesen liegen im Naturschutzgebiet Mönchbruch zwischen Mörfelden-Walldorf und Rüsselsheim am Main. Das großflächige Feuchtgebiet ist eines der bedeutendsten Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten in Südhessen und lädt zu ruhigen Spaziergängen in einer weitgehend unzerschnittenen Landschaft ein.

Naturschutzgebiet mit langer Geschichte

Feuchtwiesen, Wälder und Wasserläufe

Die Mönchbruchwiesen sind Teil eines rund 937 Hektar großen Naturschutzgebiets. Weite Wiesenflächen, Sümpfe, Wassergräben und Auenwälder prägen das Bild. Hier finden zahlreiche seltene Vogelarten, Fledermäuse, Insekten und spezialisierte Pflanzen geeignete Lebensräume. Die offene Wiesenlandschaft ermöglicht gute Beobachtungsmöglichkeiten, ohne die empfindlichen Bereiche betreten zu müssen.

Vom Klostergut zum Jagdgebiet

Der Name des Gebietes geht auf Zisterziensermönche zurück, die die vormals sumpfigen Flächen teilweise urbar machten. Später nutzten die hessischen Landgrafen den Mönchbruch als Jagdgebiet und ließen im 18. Jahrhundert das Jagdschloss Mönchbruch errichten. Aus dieser Zeit stammen die geradlinigen Schneisen und Alleen, die noch heute das Wegenetz und das Landschaftsbild prägen.

Erholung in sensibler Natur

Heute dient das Gebiet als wichtiges Naherholungsziel für die Region. Markierte Wege ermöglichen Spaziergänge und Radtouren, gleichzeitig schützen Absperrungen und Hinweisschilder die empfindlichen Feuchtwiesen. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, auf den Wegen zu bleiben, Hunde anzuleinen und die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören, damit der besondere Charakter der Mönchbruchwiesen erhalten bleibt.