Ein Rund aus Apfel- und Birnbäumen mit historischem Farbrührgerät der Hoechst AG

Am westlichen Ortsrand von Hattersheim am Main liegt das Obstbaumrondell, eine kreisrunde Grünanlage mit rund 100 Metern Durchmesser. Drei unterschiedlich bepflanzte Ringe aus Obstbäumen und Beerensträuchern rahmen ein zentrales technisches Objekt ein und machen den Ort zu einem anschaulichen Beispiel für das Zusammenspiel von Natur und Industriekultur im Rhein-Main-Gebiet.

Obstbäume, Beerensträucher und Industriekultur

Aufbau und Bepflanzung des Rondells

Das Obstbaumrondell ist in drei konzentrische Pflanzringe gegliedert. Im inneren Ring stehen 16 Birnbäume, der mittlere Ring besteht aus 28 Apfelbäumen und der äußere Ring wird von einem Kranz aus Beerensträuchern gebildet. Die klare Geometrie der Anlage und die jahreszeitlich wechselnde Blüte und Fruchtbildung machen den Ort zu einem attraktiven Ziel für Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie für Menschen, die sich für traditionelle Obstkulturen interessieren.

Erinnerungsort an die Hoechst AG

Im Zentrum des Rondells steht ein altes Farbrührgerät der ehemaligen Hoechst AG. Es verweist auf die Geschichte des Chemie- und Pharmaunternehmens, das in der Region nicht nur industrielle Anlagen, sondern auch Obstplantagen als Versuchsflächen betrieb. Die Gestaltung des Obstbaumrondells nimmt diese Historie auf und macht sie im Landschaftsraum sichtbar. Wer vom Rondell in Richtung Hattersheimer Schulstraße blickt, kann in der Sichtachse einen der Schornsteine des heutigen Industrieparks Hoechst erkennen.

Erlebnis am Rand der Stadt

Das Obstbaumrondell liegt am Übergang zwischen bebautem Stadtgebiet und offener Landschaft. Es ist frei zugänglich und eignet sich als kurzer Abstecher bei einem Spaziergang oder einer Radtour entlang der Regionalpark Rundroute. Sitzgelegenheiten und die offene Gestaltung laden zum Verweilen ein, während die Obstbäume und Sträucher Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten bieten.